bundesligainfo.de-Eurotabelle - Erläuterungen und Berechnung ab Saison 2009/10 - Modifizierung 2011/12
» Liste der Faktoren

Berechnungsmodus

Die Quotientensumme setzt sich aus drei Quotienten zusammen: Liga-, Cup- und Europacup-Quotient.
Die maximal mögliche Quotientensumme ist 12,500. Sie kann nur durch das Gewinnen sämtlicher Ligaspiele in Deutschland oder Spanien bei gleichzeitigem Pokalsieg und dem Gewinnen sämtlicher Begegnungen in der Champions League erreicht werden.

Berechnung des Liga-Quotienten:
(Erzielte Punkte aus Ligaspielen) : (Ligaspiel-Divisor) x (Länderfaktor) = Liga-Quotient

Punkte: Es werden immer zwei Punkte für einen Sieg und einer für ein Unentschieden berechnet
Spiele (bis 2010/11): Die Anzahl der Spiele in der regulären Ligarunde ohne Play Off oder Meisterrunden
Spiele (ab 2011/12):
Die Anzahl der für den Gewinn der Meisterschaft zu absolvierenden Spiele (siehe unten)
Ligafaktor: Ein Wertigkeits-Faktor für die jeweilige Liga (siehe unten)
Berechnung des Cup-Quotienten:
(Pokalwert) x (Länderfaktor) = Cup-Quotient

Pokalwerte: Pokalsieg= 1,0; Finale= 0,75; HF=0,5; VF=0,25
Berechnung des EC-Quotienten:
(Erzielte Punkte aus EC-Spielen) : (Max. Spiele) x (EC-Faktor) = EC-Quotient

Punkte: Es werden zwei Punkte für einen Sieg und einer für ein Unentschieden berechnet
Max.Spiele: Die Anzahl der möglichen Spiele bis zum Finale ab dem Einstieg der Mannschaft in den Cup
EC-Faktor: Ein Wertigkeits-Faktor für die vier verschiedenen Wettbewerbe (siehe unten)

Berechnung des Liga-Quotienten (Berechnung mit Meisterrunden und Play Off-Spielen ab Saison 2011/12)
Jede nationale Liga hat einen auf dem für die jeweilige Saison gültigen EHF-Nationenranking basierenden Stärkefaktor. Der Punkteschnitt jedes Teams wird mit dem entsprechenden Ligafaktor multipliziert. Die Zuteilung der Ligafaktoren richtet sich nach der Anzahl der Punkte des einzelnen Landes im EHF-Ranking.
Divisor (Anzahl der Spiele pro Team)
Alle Ligateilnehmer erhalten als Divisor am Ende der Saison die Gesamtzahl der möglichen Spiele pro Team aus Ligarunde, Meisterrunde und KO-Play Off, die zum Gewinn des Meistertitels absolviert werden müssen, auch dann, wenn sie sich nicht für Meisterrunde und/oder Play Off-Runden qualifizieren. Dies wird vorgenommen, um Ungerechtigkeiten bei der Wertung auszuschließen, falls eine Mannschaft z.B. nach Teilnahme an der Meisterrunde oder KO-Runde einen schlechteren Quotienten aufweisen würde als eine Mannschaft, die daran nicht teilgenommen hat.

Mannschaften, die sich für Meisterrunden oder KO-Play Offs nicht qualifizieren, wird die Anzahl der Spiele der Meisterrunde und/oder die Anzahl der Play Off-Runden als verlorene Spiele zum Divisor addiert. Diese Runden gelten für diese Mannschaften nicht als nicht gespielt, sondern als verloren. (Näheres dazu im Abschnitt EC-Quotient, bei dem genauso verfahren wird).

Reine Platzierungs- oder Abstiegsrunden, die nicht mehr zur Ermittelung des Meisters dienen, werden nicht berücksichtigt.
Ligarunden
Alle Spiele der 'normalen' Ligarunde (i.d.R. 'Jeder gegen Jeden') werden gewertet
Der Divisor entspricht der Anzahl der ausgetragenen (gewerteten) Spiele
Meister-/Abstiegsrunden im Ligaformat
Sollten Zwischen- oder Endrunden im Ligaformat ausgetragen werden, wird nur die jeweils höchste (zur Meisterschaft führende oder für weitere Spiele um die Meisterschaft qualfizierende) Runde gewertet. Teilnehmer an Platzierungs- oder Abstiegrunden gelten als aus der Meisterschaft ausgeschieden.

Allen Mannschaften der gesamten Liga wird die Spielanzahl der Meisterrunde zum Divisor hinzuaddiert
Nur die Spiele der Meisterrunde werden in die Wertung aufgenommen
Platzierungs-, Relegations- und Abstiegsrunden werden nicht gewertet
Play Off / Play Down im KO-Format
Sollten Play Off-Spiele im KO-Format mit Best-of-x-Modus ausgetragen werden, wird jede KO-Runde wie ein Spiel behandelt
Die gesamte Anzahl der KO-Runden wird allen Liga-Teilnehmern zum Divisor hinzuaddiert
Für Ausscheider aus der KO-Runde gelten alle weiteren Runden als verloren
Für nicht qualifizierte Mannschaften gelten alle KO-Runden als verloren

Umgang mit Sondermodi
Beneluxliga: Es werden nur die internationalen Spiele gewertet
Supranationale Ligen ab 2011/12
Für die die drei Supranationalen Ligen erhalten den Faktor des stärksten beteiligten Landes
SEHA-Liga: 1,50 - Baltic Handball League: 0,75 - Beneluxliga: 0,75
Für die acht Vereine, die nur an der SEHA-Liga teilnehmen, werden nur die Spiele der SEHA-Liga gewertet
Für die Vereine, die an einer supranationalen Liga und ihren nationalen Meisterschaften teilnehmen, werden alle Spiele gewertet und anschließend gewichtet: [ (Quotient * Spiele SUP) + (Q * Sp. NM) / (Faktor SUP + Faktor NM) ]
Für Vereine der supranationalen Ligen gelten im nationalen Pokal die jeweiligen Ligafaktoren ihres Landes

Erläuterungen zur Berechnung des Cup-Quotienten
Es wird das Erreichen des Viertelfinales, Halbfinales, Finales und der Pokalsieg im regulären nationalen Pokalwettbewerb (Verbandspokal, nicht Ligapokal) bepunktet. Der Pokalsieger bekommt den jeweiligen Ligafaktor einmal gutgeschrieben. Somit kann mit dem Pokalsieg exakt die Hälfte der maximalen Ligapunkte (bei Gewinnen aller Ligaspiele) als Bonus erreicht werden. Unterklassige Pokalteilnehmer werden nicht berücksichtigt.
Wird in einem Land kein Pokalwettbewerb ausgetragen (z.B. in Schweden), so wird am Ende der Saison die Abschlußplatzierung in der Meisterschaft herangezogen (Platz 1 wie Pokalsieger, Platz 2 wie Finalist, Plätze 3 und 4 wie HF, Plätze 5 bis 8 wie VF). Hierbei werden eventuelle Meisterrunden oder Play Off-Spiele berücksichtigt.

Erläuterungen zur Berechnung des EC-Quotienten

Es wird nicht die Anzahl der tatsächlich ausgetragenen Spiele jeder Mannschaft als Divisor herangezogen (nur bei den Finalisten), sondern die Anzahl der möglichen Spiele, die eine Mannschaft ab dem Zeitpunkt ihres jeweiligen Eintritts in den Wettbewerb bis zum Finale bestreiten kann.

Hierdurch werden in den drei KO-Wettbewerben verschiedene Divisoren verwendet, je nachdem in welcher Runde eine Mannschaft in den Wettbewerb einsteigt. Zum Beispiel gilt für die Mannschaften, die ab der ersten Runde am EHF-Pokal teilnehmen der Divisor 14, für die Mannschaften, die für die 2.Runde gesetzt sind, 12 und für die Gesetzten für die 3.Runde (z.B. die deutschen Teams) der Divisor 10. In der Champions League ist der Divisor für alle Mannschaften immer 16, auch für diejenigen, die in der Gruppenphase ausscheiden.

Durch diese Berechnungsmethode wird folgendes erreicht:
Alle Mannschaften können den maximalen Punkteschnitt erreichen (d.i. 2,0 x EC-Faktor)
Geringere Wertigkeit für Siege in den ersten Runden, wenn ein frühes Ausscheiden folgt
Früheres Ausscheiden bringt weniger Punkte
Ein frühes Ausscheiden mit gutem Punkteschnitt bringt nicht mehr Punkte als ein Cup-Sieg mit geringerem tatsächlichen Punkteschnitt:

Am Beispiel aus dem EHF-Cup 2009/10:
Banik Karviná schied nach 3-0-1 in der 2.Runde aus.
TBV Lemgo stieg erst in der 3.Runde ein und gewann mit einer Bilanz von 5-1-4 den Cup.

Bei Berechnung der tatsächlich ausgetragenen Spiele käme Karviná auf 1,5 (6 Punkte/4 Spiele), aber Lemgo nur auf 1,1 (11/10), obwohl Lemgo den Cup gewonnen hat und Karviná schon in der 2.Runde ausgeschieden war, also bevor Lemgo überhaupt teilnahm. Auch bei einer Anwendung des gleichen Divisors wäre das Ergebnis ungerecht - entweder könnte die später eingestiegene Mannschaft nicht mehr die maximale Punktzahl erreichen (wenn der Divisor größer ist als die Anzahl ihrer möglichen Spiele), oder eine früher eingestigene Mannschaft könnte einen Wert über dem Maximalschnitt erreichen (wenn der Divisor kleiner ist als die Anzahl ihrer möglichen Spiele).

Bei der hier verwendeten Formel kommt nach dem obigen Beispiel Karviná auf 0,429 (4/14), Lemgo auf 1,100 (11/10). Dieses Ergebnis wird mit dem EC-Faktor 1,5 für EHF-Pokal multipliziert.


Erläuterungen zur Quotienten-Summe
Der Liga-Quotient als Basis der gesamten Berechnung wird nach der Anzahl der bis zum Zeitpunkt der Erstellung der Tabelle tatsächlich ausgetragenen Spiele berechnet, entspricht also immer dem tatsächlichen gegenwärtigen Stand.

Der EC-Quotient wird dagegegn von Beginn an immer mit dem Divisor der maximalen EC-Spiele der Mannschaft berechnet (Bsp. CHL: immer 16). Dadurch nimmt der EC-Anteil an der Quotientensumme im Verlauf der Saison zu, wenn die Mannschaft im Europapokal weit kommt.

Der Cup-Quotient wird in der Regel erst gegen Ende der Saison hinzu kommen, da es hier erst ab dem Viertelfinale Punkte gibt. In einigen Ländern wird der Cup schon in der ersten Saisonhälfte beendet, in anderen erst nach dem Ende der Ligarunde ausgetragen. In den wenigen Ländern, in denen kein Pokal ausgetragen wird (z.B. Schweden) wird stattdessen der Ausgang der Play Off-Runde herangezogen.